Kurzportrait

 
 

Entstehung und Zweck

 

Die Entstehung unserer Gesellschaft, die eigentlich "Société Fidelitas Lucernensis non plus ultra" heisst, war nicht das Produkt einer sorgfältigen Planung, sondern Folge einer weinschweren Sitzung im Hotel Rütli zu Luzern am 1. Mai 1892. Die Herrengesellschaft der Fidelitas, abgekürzt auch GFL genannt, bezweckt die Pflege und Förderung von Kameradschaft, Freundschaft und Geselligkeit, die Unterstützung des Luzerner Fasnachtsbrauchtums und die Wohltätigkeit.


Mitgliedschaft

 

Mitglieder müssen mindestens 25 Jahre alt, einen guten Leumund haben und in bürgerlichen Ehren und Rechten stehen. Die Mitglieder werden auch Brüder genannt, während die Kandidaten während der Probezeit von einem Jahr als "Säuglinge" gelten. Der im Jahr 1933 eingeführte Numerus Clausus von 100 Brüdern wurde in den achtziger Jahren auf 120 erhöht, um einer Ueberalterung der Gesellschaft vorzubeugen. Die Mehrheit der Brüder wohnt und arbeitet in der Agglomeration Luzern, und beruflich gehören viele dem Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich an.

 

Stubenrat als Vorstand


Die Gesellschaft wird von einem Stubenrat geleitet. Gesellschaftspräsident oder Zunftmeister ist für eine Amtszeit von zwei Jahren der Dominus. Sieben weitere Mitglieder gehören dem Stubenrat an, der die Gesellschaft führt und nach aussen repräsentiert. Wichtige Elemente in der Organisation sind die Komitees: Das jährliche wechselnde Vergnügungskomitee organisiert die traditionellen Anlässe, das Umzugskomitee bereitet das Sujet für den Fasnachtsumzug vor, das Turmkomitee bewirtschaftet unter Leitung des Kastellans das Gesellschaftslokal und das "Rüsako" bereitet das auch schon traditionelle Fest am Fasnachtssamstag vor.

 

Die Fasnacht


Die Gesellschaft Fidelitas Lucernensis ist eine der vier Träger des Luzerner Fasnachtskomitees LFK. Die weiteren Gesellschaften sind die Zunft zu Safran, die Wey-Zunft und die Maskenliebhaber-Gesellschaft. Jede Gesellschaft stellt eine Delegation für das LFK, in welchem das Präsidium nach einem vorbestimmten Turnus wechselt. Bei den Fasnachtsumzügen am Schmutzigen Donnerstag und am Güdismontag stellt jede Gesellschaft einen Umzugswagen, an dem jeweils während Monaten gebastelt wird. Die früher durchgeführten Bälle wurden in den neunziger Jahren aufgegeben; statt dessen findet heute jeweils am Fasnachtssamstag ein "Rüüdig Samstig-Fest" mit Barbetrieb und Musik unter der Egg statt.

 

Der Rathausturm


Dank grosszügigem Entgegenkommen der Stadt Luzern, grosser Weitsicht des damaligen Stubenrats und finanziellem Engagement der Brüder konnte in den Jahren 1978 und 1979 der Traum eines eigenen Gesellschaftslokals verwirklicht werden. Mit viel Aufwand wurde im Rathausturm zu Luzern eine schmucke Turmstube gebaut. Die Einweihung fand am 17. Oktober 1979 statt. Die Stube ist Stammlokal der Fidelitas, kann aber auch von Dritten gemietet werden. Das Gesellschaftslokal ist dank einem Lift heute auch für Behinderte und Rollstuhlbenutzer gut erreichbar. Besonders attraktiv sind Veranstaltungen im Turm, weil sie Gelegenheit beiten, auch die kleine Fasnachtsausstellung und den Rathausturm zu besichtigen. Dieser Turm weist die stolze Höhe von 43 Metern auf und wurde im 16. Jahrhundert als Wacht- und Beobachtungsturm gebaut.

 

Anlässe der Gesellschaft


Traditionelle Anlässe und Veranstaltungen der Fidelitas Lucernensis sind der Neujahrsempfang alternierend mit der Dominusfeier, die Orientierungsversammlung vor der Fasnacht, die Stobete ond Schnorrete, der Familienausflug, das Herrenpicknick, die Generalversammlung (jeweils im Oktober) und schliesslich der Herrenabend jeweils am ersten Samstag im Dezember, als Hauptereignis.

 

 
 
 
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